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Spatenstich - Callenberger Straße

Foto SAGASSER (Bild von links nach rechts): Dr. Martin Faber von der Sparkasse Coburg-Lichtenfels, Architekt Martin Giedl, Michael Sagasser, Bauunternehmer Wilfried Schardt, Oberbürgermeister Norbert Tessmer, Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber, Karl-Heinz Wöhner, Thomas Sagasser und Michael Wöhner

Coburg - "Heute ist ein schöner Tag für Coburg", betont Oberbürgermeister Norbert Tessmer. Denn dort, wo zuletzt eher eine dunkle Ecke in der Stadt gewesen sei, entstehe jetzt eine blühende Einkaufslandschaft. Das Fachmarktzentrum, das die Sagasser Vertriebs GmbH baut, runde die Erneuerung des Stadtviertels ab. Bereits abgeschlossen ist die Neugestaltung des Flussbetts der Lauter zum Schutz vor Hochwasser. Noch folgen soll die Sanierung der dem Fachmarktzentrum benachbarten Heilig-Kreuz-Schule.

In der Callenberger Straße, dem einstigen Hauptsitz der Firma Sagasser Getränkefachhandel, heißt die Devise "zurück in die Zukunft". Wo schon um 1970 ein für die damalige Zeit neuartiges Domizil für mehrere Fachgeschäfte für Aufsehen sorgte, entsteht jetzt ein modernes Fachmarktzentrum, bestehend aus einem Sagasser-Getränkefachmarkt, einem Aldi-Markt, einer DM-Drogerie und einem Denn's Biofachmarkt.

Nur ein Haus weiter muss das in Coburg als "Lotto-Wöhner" bekannte Unternehmen ziehen. Die Lotto-Annahmestelle mit Tabak- und Zeitschriftenhandel ist seit 1972 dem jetzt abgerissenen Sagasser-Gebäude benachbart. Im neuen Fachmarktzentrum bekommt "Lotto-Wöhner" mit einer Verkaufsfläche von 45 Quadratmetern mehr Platz.

Mit dem früheren Gebäudekomplex hatte Sagasser ein in den frühen 1970er-Jahren neues Angebot geschaffen. Als Alternative zum Heimdienst konnten sich Kunden an der "Getränkerampe", einem der ersten Getränkeabholmärkte, eindecken. Bereits 1969 wurde das Wohngebäude, welches bis dahin die Eltern der 14 Sagasser-Kinder bewohnten, abgerissen und durch den ersten Coburger Verbrauchermarkt ersetzt.

Jetzt steht das Areal vor einer komplett neuen Bebauung. Nach den Worten von Geschäftsführer Michael Sagasser werden in den nächsten Monaten zwei Gebäude errichtet. Die Verkaufsfläche beträgt etwa 4400 Quadratmeter. Allein Aldi wird rund 1000 Quadratmeter einnehmen. Der neue Standort in der Callenberger Straße ersetzt den bisherigen in der Mohrenstraße. "Der Verbrauchermarkt bleibt gut erreichbar, und das auch zu Fuß", sagt Michael Sagasser. Er räumt ein, dass die vorgesehenen 120 Parkplätze für alle Geschäfte des Fachmarktzentrums nicht mit den Parkmöglichkeiten von Geschäften auf der "grünen Wiese" mithalten können. Allerdings habe sich gerade Aldi bewusst dafür entschieden, an einem der Innenstadt nahen Standort festzuhalten. Unter dem Strich investiert Sagasser in diesem Jahr zehn Millionen Euro in Coburg. Davon fließen fünf in den Bau des Fachmarktzentrums. Die übrigen fünf dienen der Erweiterung des Großhandelsbetriebs in Cortendorf, seit 1993 neuer Stammsitz des Familienunternehmens. Aktuell sind von den alten Gebäuden nur große Berge fein gemahlener Steine und Betonteile übrig geblieben. Dieses Material, so Architekt Martin Giedl, fließe praktisch vollständig als Recyclingmaterial in die Bausubstanz der neuen Gebäude.

Textquelle: Neue Presse Coburg

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